WaldBau & Waldumbau

Verjüngungsnutzung im Waldbau

Mit dem Erreichen der Hiebsreife (z. B. aufgrund der erreichten Zielstärke, guter Qualitäten, zufriedenstellender Holzpreise o. ä.) erfolgt in der Regel die Verjüngungsnutzung. Dabei werden Einzelbäume, Gruppen, größere Flächeneinheiten oder auch nur einzelne Baumarten, Baumdimensionen oder Qualitäten entnommen.

Jeder Eingriff in den Kronenraum verursacht dabei stets eine Öffnung des Kronendaches und die Freigabe von Ressourcen an den Waldboden, wodurch die Verjüngung im Bestand möglich wird, aber auch sehr bewusst gesteuert werden kann. Besonders günstig ist dabei, wenn die Samenproduktion des Altbestandes oder von Nachbarbeständen zur Verjüngung des Bestandes genutzt werden kann (Naturverjüngung).

Dazu sind die Verjüngungsnutzungen in Altbeständen räumlich am eigentlichen Samenflug oder Samenfall zu orientieren und zeitlich an die Produktion von den Samen anzupassen (Monat im Jahr und über Jahre hinweg bei Mastbaumarten).

Darüber hinaus ist die Keimung vieler Baumarten in hohem Maße von der Oberbodensituation des Bestandes abhängig, wodurch häufig auch vorbereitende Hiebe in den Altbestand zur Verbesserung der Bodengare notwendig sein können. Für Verjüngungsnutzungen sind sehr verschiedene, räumlich und zeitlich differenzierte Konzepte entwickelt worden.

Tipp

Über die Fülle möglicher Alternativen sollten Sie daher speziell an Ihrem Waldbild mit einem Experten vor Ort diskutieren.